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Mitarbeiterbindung: Die 6 Säulen und besten Maßnahmen

Das Thema Mitarbeiterbindung ist für den Bereich HR eine klare Priorität - denn gute Angestellte wollen bestenfalls nicht nur rekrutiert werden, sondern auch langfristig ans Unternehmen gebunden werden.
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Mitarbeiterbindung: Die 6 Säulen und besten Maßnahmen

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Mitarbeiterbindung oder “Employee Retention” bezeichnet konkret die Maßnahmen und Prozesse, mit denen qualifizierte Mitarbeiter effektiv und nachhaltig im Unternehmen gehalten werden. So können sich Arbeitgeber gut im Wettbewerb positionieren und langfristig von leistungsstarken Top-Talente im Team profitieren. Auf dem Arbeitsmarkt ist die Nachfrage nach qualifizierten Fachkräften höher denn je – und in diesem “War of Talents” müssen Arbeitgeber ihre Mitarbeiter halten und eine Abwanderung an die Konkurrenz verhindern.

Neben dem Wettbewerbsvorteil hat Mitarbeiterbindung noch zahlreiche weitere positive Effekte. Durch eine niedrige Fluktuationsrate wird Geld für Personalsuche gespart, außerdem verbessern sich dadurch Mitarbeitermotivation und Betriebsklima. Ein zufriedenes Team ist wiederum produktiver und verbessert das Employer Branding nach außen! Trotzdem schöpfen viele Unternehmen dieses Potential noch nicht aus – denn viele Arbeitnehmer fühlen sich erwiesenermaßen nicht an ihr Unternehmen gebunden.

Grund genug für Unternehmen, in Mitarbeiterbindung zu investieren. Die Maßnahmen hierzu lassen sich in 6 “Säulen” aufteilen:

Säule 1: Arbeitsumfeld

Die erste Maßnahme für Mitarbeiterbindung bezieht sich auf einen zentralen Faktor im Arbeitsalltag jedes Mitarbeiters: Das Arbeitsumfeld. Ein strukturiertes, positives Arbeitsumfeld motiviert Mitarbeiter und steigert Zufriedenheit und Produktivität. Wer sich bei der Arbeit wohlfühlt, fühlt sich seinem Arbeitgeber stärker verbunden und ist leistungsfähiger. Hier können Arbeitgeber aktiv mitwirken, indem sie die Grundlagen für ein solches gutes Arbeitsumfeld schaffen. Beispiele für ein positives Arbeitsumfeld sind unter anderem: 

  • Flexibler Arbeitsplatz (Büro oder Homeoffice)
  • Flexible Arbeitszeiten (Abseits vom klassischen 9-to-5 Konzept)
  • Möglichkeit zur Teilzeit-Arbeit
  • Angebot zur Kinderversorgung
  • Kostenlose Getränke und gesunde Snacks 
  • Teamfeiern und soziale Veranstaltungen 
  • Professionelle technische Ausstattung
  • Ergonomische Büromöbel

Säule 2: Freizeit und Gesundheit

Schon im alten Rom war bekannt: mens sana in corpore sano – ein gesunder Geist soll in einem gesunden Körper wohnen. Bei langen Arbeitstagen können Fitness und gesunde Ernährung schnell zu kurz kommen, aber das muss nicht sein. Mit Freizeitangeboten und einem Fokus auf Gesundheit im Unternehmen können Arbeitgeber auch hier einen Unterschied machen – und attraktive Optionen für ihre Mitarbeiter anbieten. Merken die Angestellten, dass ihre Gesundheit im Betrieb eine Priorität ist, fühlen sie sich wohler und dem Unternehmen stärker verbunden. Beispiele für Maßnahmen zur Freizeit und Gesundheit sind etwa: 

  • Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM)
  • Frische und gesunde Mitarbeiterverpflegung
  • Anbieten von Corona-Schnelltests/FFP2-Masken
  • Regelmäßige Gesundheits-Checkups
  • Impfaktionen
  • Betriebliche Altersversorgung
  • Betriebliche Krankenversicherung
  • Gemeinsame Sport-Initiativen (Yoga, Joggen…)
  • Kostenloser/Ermäßigter Zugang zu Online-Workouts
  • Vermeidung von Überstunden

Säule 3: Weiterbildung und -entwicklung

Mitarbeiter wollen bei der Arbeit nicht überfordert, aber ganz besonders auch nicht unterfordert werden. Regelmäßige neue Herausforderungen und neue Verantwortungen sind große Motivations-Faktoren im Unternehmen. Arbeitgeber sollten ihren Angestellten daher die Möglichkeiten bieten, sich innerhalb des Betriebs weiterzubilden und weiterzuentwickeln. Das Unternehmen profitiert dabei nicht nur von höher qualifizierten Angestellten – die Investition in die Mitarbeiter steigert auch stark die Bindung und Loyalität zum Arbeitgeber. Konkrete Maßnahmen zur Weiterentwicklung können etwa so aussehen: 

  • Aufstiegsmöglichkeiten innerhalb des Unternehmens
  • Schulungen und Weiterbildungen zu spezifischen Arbeitsbereichen/Themen
  • Seminare
  • Interne Mentoring-Programme
  • Nachwuchsprogramme
  • Learning on the job
  • Regelmäßiges Feedback

Säule 4: Employer Branding

Mitarbeiterbindung und Employer-Branding sind kaum zu trennen: Denn für die Akquise von qualifizierten Angestellten, muss ein Arbeitgeber sich nach außen als attraktiv positionieren – und die Mitarbeiter sind die besten Fürsprecher! Denn persönliche Erfahrungsberichte und Empfehlungen gelten als der sicherste und vertrauenswürdigste Weg, sich als Bewerber über ein Unternehmen zu informieren. Die bestehende Belegschaft zufrieden und motiviert zu halten, hilft also wiederum beim Anwerben von neuen Talenten! Maßnahmen zum Employer Branding sind unter anderem:

  • Arbeitgeber-Bewertungsportale nutzen (wie z.B. kununu)
  • Mit Mitarbeitern auf Karriere-Events präsent sein
  • Eine Vermittlungs-Prämie fürs Anwerben neuer Mitarbeiter einführen
  • Die Netzwerke von Mitarbeitern auf Social Media nutzen
  • Positive “Behind-the-scenes”-Inhalte aus dem Arbeitsalltag teilen

Säule 5: Unternehmenskultur 

Employer Branding hin oder her – das positive Bild nach außen muss natürlich auch der Wahrheit entsprechen. Andernfalls erleben neue Mitarbeiter schnell eine böse Überraschung – und bleiben nicht lange. Der Schlüssel, um auch intern eine gute Unternehmenskultur aufzubauen und aufrechtzuerhalten ist Kommunikation! Im Dialog mit den Angestellten sollten Arbeitnehmer die Unternehmenskultur einerseits fest und verbindlich definieren, und andererseits regelmäßig nach Feedback und konstruktiver Kritik fragen. So kommt es zu einer engeren Beziehung zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern – und damit einer stärkeren Mitarbeiterbindung. Konkrete Maßnahmen sind zum Beispiel: 

  • Transparent kommunizierte Werte
  • Work-Life-Balance
  • Fokus auf Nachhaltigkeit
  • Informelle Veranstaltungen im Team
  • Intranet für interne Kommunikation
  • Flache Hierarchieren
  • Regelmäßiges Feedback
  • Corporate Social Responsibility

Säule 6: Mitarbeitervorteile

Gerade im Wettbewerb um qualifizierte Mitarbeiter zählt jedes Element, mit dem sich ein Arbeitgeber von der Konkurrenz absetzen kann. Ein guter Weg hierfür sind Mitarbeitervorteile und -vergünstigungen, die als Anreiz und als Belohnung eingesetzt werden können. So kann der Arbeitgeber seine Wertschätzung und seinen Dank zum Ausdruck bringen – was sich natürlich positiv auf die Mitarbeiterbindung auswirkt. Konkrete Maßnahmen hierfür sind etwa:

  • Sachwertbezüge (Gutscheine)
  • Nahverkehr-Tickets
  • Fahrtkostenzuschüsse
  • Zuschüsse zum Essen
  • Angebot von Mitarbeiterverpflegung
  • Arbeits-Laptop und Diensthandy
  • Urlaubsgeld
  • Weihnachtsgeld
  • Personalrabatt für eigene Produkte / Dienstleistungen

Noch mehr Maßnahmen und Tipps zur Mitarbeiterbindung gibt es in unserer Checkliste!