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Arbeitszufriedenheit: Faktoren, Maßnahmen und Tipps

Von Zufriedenheit am Arbeitsplatz profitieren nicht nur die Mitarbeiter - die Effekte für das gesamte Unternehmen sind immens. Du willst mehr über das Thema erfahren? HelloFreshGO hat für Dich die wichtigsten Infos zusammengefasst: Was Arbeitszufriedenheit überhaupt ist, warum sie so wichtig ist und wie Du sie messen und verbessern kannst.
Mitarbeiterzufriedenheit mit HelloFreshGO

Arbeitszufriedenheit: Faktoren, Maßnahmen und Tipps

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Arbeitszufriedenheit: Warum ist sie relevant?

Es liegt auf der Hand – wer bei der Arbeit zufrieden ist, leistet gerne mehr. Für jeden Mitarbeiter ist Zufriedenheit am Arbeitsplatz erstrebenswert und Dein Unternehmen profitiert von produktiven und motivierten Angestellten. Noch viel deutlicher wird es aber, wenn die Arbeitszufriedenheit fehlt. Unzufriedene Mitarbeitern sind häufiger krank – so häufen sich schnell die Fehltage an.

Aber auch bei Anwesenheit im Büro hat Unzufriedenheit einen negativen Einfluss. Hier kommt es schnell zum sogenannten “Präsentismus”: Deine Mitarbeiter sind zwar vor Ort, aber bringen nur geringe Leistung und erfüllen wenn überhaupt nur die notwendigsten Aufgaben. Und noch fataler: Diese demotivierten Kollegen ziehen andere Angestellten mit herunter – so sinken mit der Zeit Motivation und Engagement im gesamten Team.

Auf das Resultat musst Du nicht lange warten: Die Produktivität im Team sinkt, die Fluktuation steigt. Denn wer bei seinem Arbeitgeber nicht zufrieden ist, sucht sich in den meisten Fällen früher oder später einen neuen. 

Als Unternehmen willst Du Unzufriedenheit also vermeiden – aber bestenfalls noch einen Schritt weiter gehen und aktiv für hohe Zufriedenheit sorgen. Denn: Ein gutes Arbeitsumfeld mit zufriedenen Mitarbeitern spricht sich schnell herum und verhilft Dir zu einem guten Image und einem Zustrom von motivierten Bewerbern. 

Welche Faktoren beeinflussen Arbeitszufriedenheit?

Unzufriedenheit vermeiden und Zufriedenheit schaffen: Diese zwei Strategien zur Arbeitszufriedenheit sind sogar wissenschaftlich belegt. In der Zwei-Faktoren-Theorie von Herzberg wird bei der Zufriedenheit am Arbeitsplatz zwischen zwei Arten von Faktoren unterschieden.

Hygiene-Faktoren 

Auch bekannt als Kontextmerkmale oder Dissatisfiers. Diese Faktoren machen unzufrieden. Sie werden von Mitarbeitern als selbstverständlich angesehen und müssen im Unternehmen gegeben sein. Mit ihnen steigt nicht die Zufriedenheit – aber ohne sie wächst die Unzufriedenheit. Beispiele hierfür sind: 

  • Soziale Beziehungen
  • Sicherheit des Arbeitsplatzes
  • Gehalt
  • Physisches Arbeitsumfeld
  • Fairer Führungsstil

Motivations-Faktoren

Auch bekannt als Kontektfaktoren oder Satisfiers. Diese Faktoren machen zufrieden. Sie sind nicht unbedingt notwendig, aber von Mitarbeitern gewünscht. Ohne sie steigt nicht die Unzufriedenheit, aber nur mit ihnen können Zufriedenheit und Motivation wachsen. Beispiele hierfür sind: 

  • Wertschätzung
  • Anerkennung
  • Verantwortung
  • Leistungserfolg
  • motivierender Inhalt der Arbeit
  • Entfaltungsmöglichkeiten 

Ein anderes populäres Modell zur Arbeitszufriedenheit stammt von Maslow. Für ihn sind die Bedürfnisse in einer Hierarchie ähnlich einer Pyramide organisiert: 

Die Bedürfnispyramide nach MaslowÄhnlich wie Herzberg unterscheidet Maslow zwischen stillbaren Defizit-Bedürfnissen und unstillbaren Wachstumsbedürfnissen. Die Defizit-Bedürfnisse (Sicherheit, soziale Kontakte, physiologische Bedürfnisse, Wertschätzung) müssen gestillt werden, sonst wird der Mitarbeiter unzufrieden. Sobald sie alle ausreichend erfüllt sind, ist die Grundlage ermöglicht für die Wachstumsbedürfnisse (Selbstverwirklichung). Dieses Bedürfnis kann nicht gestillt werden – es wird mit steigendem Erfolg immer größer und führt letztendlich zum Glück.

Kurz gesagt: Zuerst müssen alle Unzufriedenheiten beseitigt werden, dann kann Zufriedenheit bei Deinen Mitarbeitern entstehen und immer weiter wachsen. 

Wie kannst Du Arbeitszufriedenheit in Deinem Team messen?

Du glaubst, dass Du alle Faktoren bereits erfüllst und Dein Team zufrieden ist? Geh lieber noch einmal auf Nummer sicher. Arbeitgeber und Mitarbeiter nehmen viele Situation oft unterschiedlich wahr – so werden Unzufriedenheiten von Führungskräften mitunter gar nicht bemerkt oder wahrgenommen. Die Lösung hier ist, die Arbeitszufriedenheit regelmäßig und gründlich zu messen, bevor Du von negativen Folgen wie hohen Fehltagen oder Fluktuation überrascht wirst. Hier gibt es verschiedene Maßnahmen:

Direkte Gespräche

  • Direkte Mitarbeitergespräche vom Vorgesetzten für die Mitarbeiter (aber: hier trauen sich Mitarbeiter nicht immer, direktes Feedback zu geben)
  • Upward-Feedback (Feedback vom Mitarbeiter an die Vorgesetzten)
  • 360-Grad-Feedback (Befragung von Kollegen, Teammitglieder, Mitarbeiter, direkte Vorgesetzte und Kunden, um Bias zu vermeiden)
  • 90-Grad-Feedback (Befragung von Vorgesetzten und Mitarbeitern, um verschiedene Standpunkte einzubeziehen)

Standardisierte Befragungen

  • Regelmäßige digitale Feedback-Fragebögen (schnell und einfach auszufüllen, Veränderungen lassen sich direkt auf Ereignisse zurückführen)

Unabhängig davon solltest Du auch auf Faktoren wie Fehlzeit, Motivation oder Engagement achten, damit Du bei Veränderung rechtzeitig gegensteuern kannst. 

Arbeitszufriedenheit steigern: So geht’s

Du hast die Zufriedenheit in Deinem Team gemessen und willst sie aktiv verbessern? Hier gilt grundsätzlich: Einzelne Maßnahmen genügen oft nicht. Ein kleiner Gehaltsbonus ändert wenig an der Gesamt-Zufriedenheit, wenn daneben noch einiges im Argen liegt. Sorge stattdessen dafür, mehrere Maßnahmen langfristig umzusetzen. Wir haben einige Beispiele gesammelt, mit denen Du einen Unterschied für die Arbeitszufriedenheit machen kannst.

Individuelle Bedürfnisse

  • Lerne, richtig zu loben – Tipps dafür findest Du hier.
  • Biete Auszeichnungen, Gratifikationen und Wertgutscheine an.
  • Führe Boni ein – z.B. außerbetriebliche Aktivitäten, Geschenke und Benefits
  • Die Möglichkeiten derDigitalisierung  nutzen – Zufriedenheit erhöhen und Kosten sparen. Flexible Arbeitsorte und -Zeiten, Open Space Modelle

Arbeitsumfeld

  • Schaffe einen ergonomischen Arbeitsplatz (ergonomischer Bürostuhl, höhenverstellbarer Tisch)
  • Achte auf richtige Beleuchtung im Büro und an jedem Arbeitsplatz
  • Ermögliche Sportangebote für Deine Mitarbeiter (Gym-Mitgliedschaft oder Online-Kurse)
  • Stelle gesunde Ernährung zur Verfügung (mit Lebensmittelzuschuss oder mit der innovativen Mitarbeiterverpflegung von HelloFreshGO)

Sicherheit

  • Biete unbefristete Arbeitsverträge an
  • Führe lange Kündigungsfristen ein
  • Biete Mutterschutz bzw. Elternzeit an

Soziale Bedürfnisse

  • Ermögliche Veranstaltungen und Anlässe für Teambuilding
  • Schaffe Raum für gemeinsame (virtuelle) Aktivitäten, wie Team-Events oder gemeinsames Essen
  • Organisiere Freizeitangebote für Deine Mitarbeiter

Selbstverwirklichung 

  • Fördere Weiterbildung innerhalb der Teams und Abteilungen im Unternehmen
  • Ermögliche und subventioniere externe Lehrgänge und Weiterbildungen
  • Führe regelmäßiges Feedback und Mitarbeitergespräche ein

Das effektivste Mittel für Arbeitszufriedenheit ist jedoch: Zuhören! Geh auf Dein Team zu und frage aktiv nach Kritik, Verbesserungsvorschlägen und Ideen. Und vor allem: Setze diese Anregungen auch um. Damit zeigst Du Deinen Mitarbeitern Wertschätzung und Vertrauen und sorgst dafür, dass die Arbeitszufriedenheit langfristig steigt.