fbpx

Überstunden: Wie viel Mehrarbeit ist erlaubt?

Überstunden im Büro _ HelloFreshGO

Überstunden: Wie viel Mehrarbeit ist erlaubt?

Überstunden: Wie viel Mehrarbeit ist erlaubt? 4430 2953 HelloFreshGO

Ein normaler Arbeitstag sollte in der Regel nicht mehr als acht Stunden haben. Häufig bleiben Arbeitnehmer trotzdem länger. Überstunden gehören in vielen Jobs zur Pflicht und nicht zur Kür. Doch wie viele sind erlaubt und was darf der Arbeitgeber erwarten? HelloFreshGO erklärt Dir, was Du beachten musst.

Durchschnittlich arbeiten Berufstätige in Vollzeitjobs 39 Stunden die Woche. Hinzukommen im Durchschnitt knapp fünf Plusstunden die Woche – sprich eine pro Tag. Dies ergab eine Studie der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) aus dem vergangenen Jahr. 80 Prozent der Befragten gaben für die Mehrarbeit betriebliche Vorgaben und Gründe an. Als häufige Ursachen wurde außerdem genannt, dass die Arbeit in dem vorhergesehenen Pensum nicht zu schaffen sei.

Wie viele Überstunden sind erlaubt?

Die Frage, die sich in diesem Zusammenhang stellt, lautet: Wie viele Überstunden sind überhaupt erlaubt? Dies regelt das Arbeitsgesetz. Demnach dürfen Beschäftigte werktags von Montag bis Samstag maximal acht Stunden pro Tag arbeiten. Summiert ergeben dies maximal 48 Stunden die Woche. Bei einer klassischen 40-Stunden-Woche sind somit bis zu acht Überstunden gestattet. Eine 60-Stunden-Woche ist kurzzeitig erlaubt, wenn die angehäuften Plusstunden innerhalb der nächsten sechs Monate abgebaut werden.

Müssen Überstunden geleistet werden?

Diese Frage hängt vor allem damit zusammen, was im Arbeitsvertrag geregelt steht. Normalerweise ist die Anzahl der zu leistenden Stunden und Ausnahmeklauseln darin geregelt. Abgesehen davon gibt es einige Ausnahmen, die Plusstunden erfordern. Dazu gehören Notfälle. Damit sind allerdings keine wirtschaftlichen gemeint, wie beispielsweise ein neuer Auftrag. Notfälle sind existenzbedrohende Situationen, die unvorhersehbar sind wie beispielsweise Naturkatastrophen. Ausnahmen gelten auch für leitende Angestellte. Diese sind zu Mehrarbeit verpflichtet, wenn der Arbeitgeber sie einfordert. Leitend sind Angestellte, die Handlungsvollmacht besitzen oder Mitarbeiter ein- und ausstellen dürfen.

Überstunden effektiv oder sinnlos?

Nach einem acht Stunden Tag ist konzentriertes Arbeiten kaum mehr möglich. Wer trotzdem länger arbeitet, ist weniger produktiv – vor allem auf lange Sicht. Doch es nimmt nicht nur die Konzentration und Leistungsfähigkeit ab, zu viel Mehrarbeit ist auch gesundheitsgefährdend. Eine Studie aus England ergab, dass Menschen, die länger als acht Stunden arbeiten, ein doppelt so großes Risiko haben, an Depressionen zu erkranken. Auch Herz-Kreislauf-Erkrankungen können eine Folge von zu viel Arbeit sein.

Überstunden abbauen

Wer viele Überstunden angesammelt hat, muss diese auch abbauen. Dies fällt schwer, wenn Arbeitnehmer erst im Überstunden-Karussell gefangen sind. Das wichtigste: Häufiger “nein” sagen. Plusstunden abbauen und früher als nach acht Stunden nach Hause gehen, funktioniert nur, wenn Beschäftigte auch weniger arbeiten. Dies muss nicht bedeuten, dass es im Job weniger zu tun gibt, sondern man sich bewusst rausnimmt. Am besten führen Mitarbeiter eine Liste mit ihren Überstunden. Dann sollten sie mit ihrem Chef besprechen, wann diese ausgeglichen werden können. Zuletzt bedeutet es strikt sein und tatsächlich gehen.  

Überstunden sind manchmal nötig, dennoch sollten sie nicht einreißen. Sowohl Arbeitnehmer als auch Arbeitgeber sollten darauf achten, dass sie nicht überhand nehmen und ausgeglichen werden.