Essenszuschuss im Jahr 2021: 9 Gründe, warum Mitarbeiterzufriedenheit durch den Magen geht

Bei Mitarbeiterbenefits und Sachbezügen haben Arbeitgeber oft die Qual der Wahl. Denn es gibt viele Optionen, um Deinen Mitarbeiter auch Benefits anzubieten – unter Umständen sogar steuerfrei! Du bist nicht sicher, welche Sachbezüge zu Dir und Deinem Team passen? Kein Problem, wir helfen Dir gerne. Heute zeigen wir Dir, wie Du gerade im Jahr 2021 mit einem Essenszuschuss einen echten Unterschied für die Zufriedenheit Deiner Mitarbeiter machen kannst.

1. Dein Unternehmen senkt seine Lohnnebenkosten

Lohnnebenkosten sind eine häufige Kostenquelle für Unternehmen. Einsparungen an dieser Stelle sind eine attraktive Option für Unternehmen  und ein Essenszuschuss ist eine praktische Alternative dafür. 

Denn ein Essenszuschuss ist ein sogenannter Sachkostenzuschuss. Auf diese Sachbezüge gibt es vom Staat steuerliche Vorteile. Die Zuschüsse werden de facto ausgezahlt, bevor Lohnnebenkosten abgezogen werden. Dadurch sind darauf kaum oder nur wenige Nebenkosten zu zahlen.

Für den Arbeitnehmer bedeutet das: Bei weniger Nebenkosten erhöht sich das individuelle Netto-Gehalt.

2. Deine Mitarbeiter sind motivierter und produktiver

Gesundes Essen ist gut fürs Geschäft! Das hat schon eine Studie der Universität Kopenhagen im Jahr 2011 gezeigt. Denn: Gesundes Essen steigert die Arbeitsproduktivität. Für HR-Teams und Executives lohnt es sich deshalb, einen Fokus auf ein ausgewogenes Essensangebot für ihre Mitarbeiter zu legen. Nicht zuletzt deswegen ist Mitarbeiterverpflegung mit Essenszuschüssen ein beliebter Mitarbeiterbenefit. Denn auf der einen Seite sparen Mitarbeiter Zeit und Energie, wenn sie die Verpflegung nicht selbst planen und besorgen müssen. Auf der anderen Seite hilft ein gesundes Angebot an Ernährung der Produktivität und unterstützt das Wohlbefinden am Arbeitsplatz umso mehr. 

3. Das Gemeinschaftsgefühl im Team steigt

Laut einer aktuellen Studie von Marketplace und Sodexo sagen zwei Drittel der befragten Mitarbeiter, dass ihnen die Mittagspause wichtig ist, um sich mit Kollegen und Freunden auszutauschen.  Als Energie-bringende Unterbrechung  abseits des mitunter stressigen Arbeitsalltags. Das spiegelt die wichtige soziale Rolle von Mitarbeiterverpflegung wider. Mit einem Essenszuschuss unterstützt Du Deine Mitarbeiter also nicht nur dabei, ihren Hunger zu stillen und neue Energie tanken.Du förderst auch aktiv das Teambuilding und stärkst damit Deine Unternehmenskultur. 

4. Deine Mitarbeiter können diesen Sachbezug personalisieren

Ein klarer Vorteil des Essenszuschusses im Vergleich zu anderen Sachbezügen, ist, dass er leicht zu personalisieren ist. Unternehmen sind nicht an bestimmte Restaurants oder Supermärkte gebunden und können die Verpflegung ihrer Mitarbeiter für Kantine, Lieferdienste, Lebensmittelhandel, Bäckereien oder Gastronomie einsetzen – je nachdem, welche Option am besten zu den Mitarbeitern passt. So können die Arbeitnehmer frei entscheiden, ob sie ihr Mittagessen kaufen, abholen oder liefern lassen wollen. Dies ermöglicht es Arbeitnehmenden frei zu wählen, ob sie ihre Mittagspause nutzen, um einzukaufen und etwas Gesundes zu kochen, etwas vom Restaurant an der Ecke abzuholen, sich etwas aus der Kantine oder einem Essensautomaten zu nehmen oder sich doch etwas liefern zu lassen. 

5. Bis zu einem gewissen Betrag ist der Essenszuschuss steuerfrei

Für Verpflegungsmehraufwand stellt der Gesetzgeber einige Optionen für steuerfreie Bezuschussung zur Verfügung. Der Essenszuschuss darf dabei den Sachbezugswert von 3,10 Euro pro Mahlzeit nicht übertreffen – zusätzlich zu 3,47 Euro Eigenanteil. Insgesamt liegt der Freibetrag für Mitarbeiterverpflegung also bei maximal 6,57 Euro (3,47 Euro + 3,10 Euro).  Außerdem: Die Höhe des Essenszuschusses darf den tatsächlichen Preis der Mahlzeit nicht übertreffen – und für jede Mahlzeit gilt lediglich ein Zuschuss pro Arbeitstag. Eine weitere Voraussetzung ist, dass der Essensgutschein ausschließlich für eine Mahlzeit eingesetzt werden darf. Wird der Betrag für Lebensmittel eingesetzt, müssen diese für den unmittelbaren Verzehr bestimmt sein. 

mitarbeiterverpflegung

6. Der Essenszuschuss ist ein Business-Standard geworden

Mitarbeiterverpflegung ist ein wichtiger Faktor beim Employer Branding – denn Essenszuschüsse sind als geldwerter Vorteil oft ein echtes Plus bei der Personalrekrutierung. In einer Umfrage von Circula gaben die befragten Arbeitnehmer an, das Essen und Getränke beide klar in den 5 gefragtesten Mitarbeitervorteilen vertreten waren. Laut dem Employer Attractiveness Monitor der Splendid Research GmbH sind es 27 Prozent der Arbeitnehmer, die sich von ihrem Arbeitgeber eine Kantine oder eine andere Option zur Verpflegung wünschen. Das beeinflusst entsprechend auch die Auswahl eines neuen Arbeitsplatzes.. Wer im “War of Talents” nicht das Nachsehen haben will, sollte also Mitarbeiterverpflegung als Mitarbeitervorteil ausreichend Aufmerksamkeit zukommen lassen  und etwa in Verpflegungsmehraufwand investieren.

7. Ein Essenszuschuss bringt wenig Aufwand mit sich

Alle Benefits sind für Mitarbeiter ein attraktives Extra – idealerweise sollten sie jedoch auch für den Arbeitgeber möglichst günstig und unkompliziert funktionieren. Auch hier ist der Verpflegungsmehraufwand ein gutes Beispiel, etwa durch Essensgutscheine, die flexibel eingelöst werden können. Die Kosten für den Arbeitgeber sind je nach Verbrauch der Arbeitnehmer von der Sozialversicherungsersparnis abgedeckt und auch abseits davon eher gering. 

Ein Essenszuschuss für Mahlzeiten außerhalb des Unternehmens ist möglich – hier kann der Arbeitgeber seinen Mitarbeitern Essensmarken anbieten oder direkt eine Geldleistung an eine Gaststätte erbringen. Als Essensmarke gilt ein Gutschein, der in einem Restaurant oder Lebensmittelhandel für eine Mahlzeit eingelöst werden kann. Früher tatsächliche Marken aus Papier, sind Essensmarken heute zunehmend digital und der Bezahlprozess ist ein anderer: Mitarbeiter zahlen ihre Mahlzeit selbst und erhalten im Nachhinein den Essenszuschuss. Das erspart dem Arbeitgeber einigen administrativen Aufwand. Essensmarken, die nicht eingelöst werden, kosten den Arbeitgeber zudem kein Geld – eine weitere Ersparnis!

8. Du hast eine gute Alternative zur Gehaltserhöhung 

Essenszuschüsse können entweder als Gehaltsumwandlung verrechnet oder zusätzlich zum Gehalt ausgezahlt werden. In beiden Fällen steigt das Nettogehalt der Mitarbeitenden. 

Bei einer Gehaltsumwandlung werden Lohnnebenkosten nur fällig, wenn der Anteil des Angestellten niedriger als der Sachbezugswert ist (2021: 3,47 Euro). Der Nettolohn kann aber auch kosteneffizient gesteigert werden, indem ein Essenszuschuss als Alternative zur Gehaltserhöhung genutzt wird. Der Essenszuschuss kommt dabei zum bestehenden Lohn dazu. Besteuert wird nur die Differenz zwischen Sachbezugswert und Anteil der Mitarbeiter,aber auch das günstig und pauschal. Noch ein Vorteil: Der Essenszuschuss kann zusätzlich zur 44 Euro-Freigrenze für Sachbezüge gewährt werden! In unserem Guide zum Thema Sachbezüge haben wir die Freigrenzen und Freibeträge auch noch einmal genauer erklärt.

9. Essenszuschuss ist für jeden Arbeitsplatz möglich

Ein weiterer Vorteil beim Essenszuschuss: Dieser Sachbezugswert gilt in Deutschland für alle Unternehmen – ganz unabhängig von der Branche oder Zahl der Mitarbeiter. Unabhängig von der Unternehmensgröße ist ein Essenszuschuss also eine Option gleichermaßen für große Unternehmen und Start-ups. Und relevant für die Zeit während und nach dem Corona-Lockdown: Unternehmen können ihren Mitarbeitern den steuerfreien Essenszuschuss auch im Homeoffice anbieten. Denn gesunde Ernährung ist immer ein wichtiger Faktor für Konzentration und Produktivität – egal, von wo aus gearbeitet wird. Hier ist nur wichtig, dass die Mitarbeiter ihre Ausgaben im Detail dokumentieren und nachweisen können. Ein zusätzlicher Vorteil ist, dass dieser Essenszuschuss die Arbeitnehmer dazu anregt, regelmäßige Pausen und Stärkungen in ihren Arbeitsalltag einzubauen. Ein Essenszuschuss ist also ein echter Vorteil in jeder Lebenslage und damit klar einer der attraktivsten Mitarbeiterbenefits im Jahr 2021.

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