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HelloFreshGO’s Geschäftsführer wurde von den ‘Stuttgarter Nachrichten’ interviewt

HelloFreshGO’s Geschäftsführer wurde von den ‘Stuttgarter Nachrichten’ interviewt

HelloFreshGO’s Geschäftsführer wurde von den ‘Stuttgarter Nachrichten’ interviewt 150 150 HelloFreshGo

Mittagshunger als Geschäftsmodell

Ein Start-up hat sich einen Essensautomaten ausgedacht, der gesund und nachhaltig daherkommen will – Von Felix Heck

Menschen mit Vollzeitjob mag das Szenario bekannt vorkommen: Zwischen Tür und Angel, Meeting und nächstem Jour fixe bleibt oft wenig Zeit für eine vernünftige Mahlzeit. Nicht nur deswegen erfreuen sich Snackautomaten in Firmen größter Beliebtheit. „Vielen Unternehmen fehlt eine grüne, ausgewogene Kantine oder ein gesunder Essensautomat“, sagt auch Markus Schneider. Der ehemalige Unternehmensberater aus Berlin hat in dem Versorgungsproblem längst ein Geschäftsmodell erkannt. Seit 2018 ist er als Geschäftsführer der HelloFreshGo GmbH tätig; sie möchte nichts Geringeres, als die Revolution der deutschen Betriebskantinen anführen. So zumindest suggeriert es der selbstbewusste Auftritt des jungen Unternehmens.

Mittlerweile expandiert das Berliner Start-up stark – obwohl es laut Schneider noch keine Gewinne abwirft. Auch in Stuttgart möchte HelloFreshGo ab sofort Fuß fassen. Seine Expansionsoffensive eröffnete das Unternehmen diese Woche mit einer Roadshow, die unter anderem in den Synergiepark Vaihingen-Möhringen und zu weiteren Wirtschaftsstandorten der Filder-Bezirke führte. Nicht jeder konnte dabei in den Genuss einer Kostprobe kommen – bereits vor dem Erreichen der finalen Station waren die Lagerbestände aufgebraucht.

HelloFreshGo basiert, nicht anders als die Konkurrenz, auf einem Essensautomaten. Statt mit süßen Versuchungen ist dieser jedoch mit anderem gefüllt. Die angebotenen Essen stammen Firmenangaben zufolge von deutschen Herstellern, richten sich nach saisonalen Vorgaben und werden außerdem individuell auf die Firma abgestimmt. „Die Sensoren des Automaten erkennen, welche Produkte wie stark nachgefragt werden. Daraus ergeben sich dann die Bestellungen“, erklärt Schneider.

Auch aus Nachhaltigkeitsaspekten sei man besser unterwegs als so mancher Konkurrent, ist er überzeugt. „Der Automat hat eine sehr gute Umweltbilanz, die Verkleidung ist nicht aus Plastik, sondern aus deutschem Holz. Im Vergleich mit Supermärkten oder der Gastronomie haben wir eine bessere Umweltbilanz.“

Wie viele Stuttgarter Unternehmen sich von dem HelloFresh-Fieber haben anstecken lassen, war auf Nachfrage nicht zu erfahren. Immerhin: Die Rede ist von einer niedrigen zweistelligen Zahl. Unter anderem soll eine Tochterfirma von Bosch angebissen haben.

Felix Heck